Warum ist Stevia so gesund?

Stevia ist nicht nur deshalb so gesund, weil es einen fast kalorienfreien Süßstoff abgibt, der außerdem keinen Karies erzeugt. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass dieses Süßkraut den Blutzuckerspiegel von Diabetikern senkt, Brustkrebs verhindern kann und insgesamt rundherum positive Auswirkungen auf den Blutdruck hat, nicht nur, wenn es darum geht, zu hohen Blutdruck zu senken, sondern auch bei Menschen, die unter den Auswirkungen von zu niedrigem Blutdruck zu leiden haben.

Stevia kann die kalorienreiche und kariesfördernde Süße von Industriezucker oder Fruchtzucker ersetzen, hat aber auch gegenüber den künstlichen Süßstoffen den Vorteil, dass ihm bisher insofern keine gesundheitsschädlichen Eigenschaften nachgewiesen werden konnten, als die Stevia-Süße ohne messbare Schäden in vielen Ländern als alltägliche Süße benutzt wird, unter anderem in Japan, wo es inzwischen vierzig Prozent aller eingesetzten Süßungsmittel ausmacht.


Zwar gab es in den USA Untersuchungen, die Stevia mutagene Auswirkungen zusprachen und außerdem feststellten, dass Ratten, denen hohe Dosen des Süßkrautes verabreicht wurden, an Krebs erkranken oder unfruchtbar werden konnten, doch stellten neuere Untersuchungen der JCEFA, einer Tochterorganisation der WHO fest, dass solche Bedenken nicht angebracht seien.

Zwar habe man 1985 festgestellt, dass eines der Stoffwechselprodukte von Stevia, nämlich das Steviol, bei einigen Ratten Blasenkrebs erzeugen konnte, doch habe nie nachgewiesen können, dass dieser Stoff solche Auswirkungen auch beim Menschen hervorbringe. Was die Unfruchtbarkeitsgefahr betrifft, so seien an die Versuchsratten solche Mengen an Stevia verfüttern worden, dass ein Mensch pro fast 35 Kilo des Krautes verzehren müsste, damit eventuell ähnliche Folgen auftreten könnten. In Bezug auf die mutagene Wirkung von Stevia müsse gesagt werden, dass viele Nahrungsmittel ähnliche Auswirkungen hätten, ohne deshalb gesundheitsschädlich zu sein.

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