Stevia als Süßungsmittel
Das Süßkraut Stevia zeichnet sich unter allen natürlichen Süßungsmitteln dadurch aus, dass es so gut wie keine Kalorien hat und außerdem für Bakterien nicht von Interesse ist, so dass es die Zähne nicht durch Karies gefährdet.
Seine Süße ist so außergewöhnlich stark, dass es über eine Süßkraft verfügt, die bis zu 300 mal stärker ist als diejenige des Industriezuckers. Selbst die rohen Blätter der Stevia schmecken zuckersüß und werden von daher als Süßungsmittel verwendet.
Die Süße der Stevia entsteht hauptsächlich durch einen seiner Inhaltsstoffe, dem Steviaosid, der im Höchstfall um die zwölf Prozent aller Inhaltsstoffe ausmacht.
In Form von Tabletten, Flüssigsüße oder Pulver süßt Stevia Tee, Kaffee, allerlei Softdrinks, lässt sich aber auch als Süße in verschiedensten Speisen und Gebäcken nutzen. In den Medien wurde schon mehrmals berichtet, dass Coca-Cola plane, eine Getränkevariante herauszubringen, die mit Stevia gesüßt ist.
Woran noch gearbeitet wird, ist die Rezeptur der Stevia-Produkte. Manchmal entsteht in den mit Stevia zubereiteten Speisen ein eher unerwünschter leichter Beigeschmack von Lakritze, und wo Stevia-Süße großzügig verwendet wird, kann sie eine gewisse Bitterkeit entwickeln, wie man sie auch von künstlichen Süßstoffen kennt.
Je reiner der aus der Stevia-Pflanze hergestellte Süßstoff ist, je höher der Anteil des Inhaltsstoffes Rebaudiosid A gegenüber den Steviasoiden liegt, desto weniger ist von störendem Beigeschmack zu schmecken.
Sobald man auch in Deutschland offiziell zugelassene Süße aus Stevia kaufen kann, desto besser wird auch die Qualität als reiner Süßstoff sein. Die Produkte, die unter dem Titeln „Tierfutter“ oder „kosmetische Produkte“ zu erhalten sind, werden in dieser Beziehung nicht durch Lebensmittelbehörden überprüft.



