Die Pflanze Stevia rebaudiana Bertonio
Das Süßkraut Stevia rebaudiana trägt den Beinamen „Bertoni“, weil es der Botaniker Moises Bertoni war, der die Pflanze für die Wissenschaft entdeckte und beschrieb. In der Umgangssprache heißt sie auch „Süßkraut“ oder „Honigblatt“, aufgrund der beiden Inhaltsstoffe Steviosid und Rebausiosid, die dem Kraut seine ungeheure Süße verleihen.
Die Pflanze gehört zur Familie der immergrünen Korbblütlergewächse, sie wächst wild mit fein verzweigten, tief in den Boden reichenden Wurzeln im Hochland Paraguays, aber auch in Brasilien und Argentinien. Stevia benötigt nährstoffarme, saure Böden und kann überall dort gedeihen, wo ihr neben den genannten Bedingungen ausreichend Wärme und Licht zukommen können. In vielen Ländern der Welt wird sie als Kulturpflanze gezogen.
Stevia wird als wildwachsende Pflanze bis zu 60 Zentimeter hoch, als Kulturpflanze erreicht sie Höhen bis zu 90 Zentimeter. Ihre kleinen, spitz zulaufenden Blätter erntet man zu Beginn der Blütezeit im August, weil sie dann den höchsten Anteil an süßenden Inhaltsstoffe besitzen. Die kleinen weißen Blüten duften nach Honig.
Vermehren tut sich das Süßkraut aus den Samen und über Triebe, die bis zum Boden herabhängen und dort neue Wurzeln bilden. Außerdem kann die Pflanze auch über das Teilen der Krone vermehrt werden.
Die Blätter der Stevia enthalten die für die Süße entscheidenden Steviaoside und schmecken entsprechend zuckersüß, mit einem lakritzigen Nachgeschmack.
Über den Autor
Mark Breuer ist als Webmaster und Autor für das Online Magazin Stevia-Zuckerersatz.de tätig.
Er hat im Jahre 2006 in einem 9-monatigen Aufenthalt in Paraguay eine bemerkenswerte Pflanze kennengelernt: Süßer als Zucker, verursacht kein Karies, macht nicht dick, und trotzdem in Deutschland total unbekannt.
So hat er es sich zur Aufgabe gemacht, einen kleinen Teil zum Bekanntheitsgrad dieses Zuckerersatzmittels in Deutschland beizutragen.



